Indikationen
• Armlymphödeme
• Prophylaxe des Lymphödems nach Operationen, z. B. nach Amputation der Mamma mit und ohne Nachbestrahlung
• Diskrete Lymphödeme
• Schwellungszustände bei Zustand nach tiefer Arm- und Schultervenenthrombose, oberflächlicher Venenthrombose und anhaltender Post-Infusionsphlebitis
• Posttraumatische und postoperative Armödeme nach Abschluss der Basisbehandlung
• Polyarthritische Gewebeverdickungen
• Rezidivprophylaxe des Armlymphödems nach erfolgreicher Entstauung bei ausgeprägtem Ausgangsbefund
• Lipödeme
Kontraindikationen
- In folgenden Fällen dürfen medizinische Kompressionsversorgungen nicht getragen:
werden
• Fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit pAVK (Radialarteriendruck < 60 mmHg, Fingerarteriendruck < 30 mmHg oder TcPO2 Handrücken < 20 mmHg)
• Schwere Herzinsuffizienz (NYHA IV)
• Septische Phlebitis
• Kompression eines vorhandenen arteriellen Bypasses (epifaszial)
Relative Kontraindikationen
Relative Kontraindikationen, bei denen Nutzen und Risiko besonders abgewogen
werden müssen:
• Allergie gegen das Material des Kompressionsprodukts
• Entzündliche Prozesse (Kompressionsprodukte zur Reduzierung von Entzündungen, Schmerzen oder Ödem bei Erysipel an der entsprechenden Extremität oder Zellulitis dürfen nur in Kombination mit einer antibakteriellen Therapie angewendet werden)
• Leichte pAVK (im Seitenvergleich reduzierter radialer Arteriendruck, aber > 60 mmHg Radialarteriendruck)
• Ausgeprägte nässende Dermatosen
• Blau- oder Weissfärbung der Finger, Taubheitsgefühl an den Händen
• Primär chronische Polyarthritis